Wohnungskatze oder Freigänger Perser?

Was ist artgerechter bei der Perser Katze? Wohnungshaltung oder doch besser mit Freigang?

Welche Perser ist glücklicher? Mit Freigang oder im Schutz der Wohnung?

Im Regelfall heißt es ja, eine Katze ist glücklicher als Freigängerkatze. Schaut man sich dann aber die Lebenserwartung von Katzen an und sieht man, dass Freigängerinnen unter ihnen im Schnitt einige Jahre weniger Leben als Wohnungskatzen, kommt man ins Grübeln. Und die meisten Züchter sind so oder so der Meinung, dass sie ihre liebgewonnen Kitten lieber in die Wohnungshaltung abgeben, denn schließlich züchte man Kätzchen nicht dafür, dass diese dann vom Auto überfahren werden.

Perserkatzen für Wohnungshaltung geeignet

Da Perserkatzen im Vergleich zu anderen Katzen nur einen schwach ausgeprägten Jagdinstinkt haben und sie vom Charakter her eher ruhig und gemütlich sind, kann man sie auch tatsächlich gut in der Wohnung halten.

Wenn die Perserin ausschließlich in der Wohnung lebt, benötigt sie auch nicht unbedingt viel mehr Platz als eine Freigängerin. Sie braucht natürlich Platz zum Schlafen und Dösen und ein gemütlicher und großer Kratzbaum kommt der Perserin natürlich auch gerade recht. Diesen benötigt sie nicht nur als Rückzugsort, sondern eben auch zur Krallenpflege, etwas was eine Freigänger Perserin auf ihren Streifzügen erledigen würde. Siehe auch Perserkatzen-Haltung.

Die Perserkatze gilt vielen übrigens als optimale Wohnungskatze. Schließlich käme sie ja in freier Wildbahn eh nicht so gut zurecht, schon wegen ihrer kurzen Beine, mit der sie eben nicht so gut klettern und springen könne wie andere Katzenrassen. Dazu kommt natürlich noch das Fell, das leicht verfilzt.

Natürlich lehnen viele Perserkatzen-Halter den Freigang für ihre Katze auch aus einem einzigen Grund ab: Die Katzen waren meist schließlich in der Anschaffung teuer. Und wenn mehrere hunderte Euro verschwinden, tut das zusätzlich zum emotionalen Verlust noch einmal extra weh. Zu den allgemeinen Gefahren draußen wie überfahren werden, irgendwo stecken bleiben, kommt bei einer teuren Rassekatze ja leider noch die Gefahr hinzu, einfach gestohlen zu werden.

Aber ob die Katze nun teuer war oder einem lieb und teuer ist: Wohnungskatzen leben nun mal meist länger.

Freigängerkatze brauchen noch mehr Fellpflege

Hält man eine Perserkatze als Freigängerkatze, dann muss man noch sorgfältiger auf die Fellpflege achten. Denn ihr langes Fell kann bei Spaziergänge durch die Natur natürlich noch schneller verknoten, als wenn sie nur zu Hause ist. Zudem kann sie auch Kletten einfangen, die ebenfalls regelmäßig rausgebürstet werden müssen.

Fazit: Perserkatzen sind als Wohnungskatzen gut geeignet. Einem gesichertem Balkon oder Bereich im Garten sind sie aber auch nicht abgeneigt.